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Cosmic Reaper - Bleed The Wicked, Drown The Damned

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Wertung der Originalkritik: 7/12

Schwerer, langsamer, finsterer. Auf ihrem zweiten Album reduzieren Cosmic Reaper den staubigen Stoner-Anteil ihres Debüts und rücken klassischen Doom mehr in den Fokus.

Mit “Hammer” als Eröffnungsstück setzen Cosmic Reaper den Ton: langsame Schläge, schwere Riffs; der Gesang hallt, dient mehr als zusätzliche Textur, denn als Leitstimme. “Bloodfeather” erhöht den Druck: träge Grooves, dichte Fuzz-Wände, am Ende ein kurzer Ausbruch. “Pot Of Gold” zieht das Tempo an und lässt eine grungige 90er-Kante durchschimmern – zugänglicher, aber ohne den Grundton zu verraten.

Der größte Ausreißer ist “Dwelling”: Ein Zwischenspiel mit fragiler Gitarre und anziehenden Toms, das in ein fast noisiges Finale kippt und in die zweite Albumhälfte führt. Dort macht das Trio mit “Perfect Organism”, “Bones” und “Waiting By The Gallows” weiter, wo die erste Hälfte aufhörte. Wobei der abschließende Song das Album-Highlight ist: Trotz fast acht Minuten Laufzeit hält “Waiting By The Gallows” durchgehend die Spannung, legt sich wie ein schweres Gewicht aufs Gemüt, zieht in seinen hypnotischen Sog.

Zugute kommt dem Song wie der ganzen Platte ein wohliges Fundament aus trockenem, organischem Sound. Aber trotz dezenter Ausbrüche wie in “Pot Of Gold” sind Tempo-, Dynamik- und Stimmungswechsel auf “Bleed The Wicked, Drown The Damned” rar, einige Motive drehen zu lange Kreise. So bleibt eine gute, brachial klingende Stoner-Doom-Platte, die aber nicht durchweg fesselt.

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