Würde jemand behaupten, “Strung Out In Hell” wäre ein obskurer Doom-Metal-Vorreiter von 1970, man würde ihm glatt glauben.
Margarita Witch Cult stammen aus Birmingham – wie Black Sabbath . Tatsächlich tropft aus jeder Note der Platte der schwerfällige (Proto-)Metal, den Black Sabbath einst unter dem Industrielärm der englischen Arbeiterstadt prägten. Unverfälschter hat diesen Retro-Sound schon lange niemand mehr zum Leben erweckt.
Das Artwork macht die Sache rund: Hand hoch, wer bei der gezeichneten, vierarmigen Höllenkreatur ebenfalls an Budgie oder Uriah Heep denkt. Musikalisch rollen Margarita Witch Cult auch sofort mit einem Black-Sabbath-artigen Riff los: “Crawl Home To Your Coffin” gräbt sich mit Midtempo-Groove und unheilvollem Refrain tief ins Ohr.
Die Highlights der Platte tummeln sich danach: “Scream Bloody Murder” vereint fuzzy und doomigen Retro-Sound mit einer hymnischen Melodie. “Witches’ Candle” zündet ein Feuerwerk aus NWOBHM-Riffs, Stoner-Vibes und unheilvoller Psychedelik. Es folgt ein Cover von “White Wedding”. Braucht es das 2025 wirklich? Ja, wenn es so klingt. Die Briten verwandeln den Billy-Idol -Klassiker in eine tonnenschwere Stoner-Hochzeit. Zum Ende der Platte beweisen Margarita Witch Cult mit dem schiefen Bläserjam in “The Fool” noch, dass ihr Sound nicht nur aus Riff-Wucht bestehen muss – und schaffen es, ihr ohnehin gutes Debütalbum mit “Strung Out In Hell” noch einmal zu toppen.




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