Mit »Peaceful Ghosts« liefern Nada Surf ein erstklassiges Live-Album ab: Indie-Rock-Sound und Orchesterklänge ergänzen sich in Perfektion.
Was, schon wieder ein Nada Surf-Album? Ja, richtig gelesen. Erst im März dieses Jahres erschien das siebte Studioalbum der New Yorker. Auf »Peaceful Ghosts« gibt es diesmal jedoch keine neuen Songs zu hören, denn es handelt sich um ein Live-Album in ungewohntem Gewand. In Zusammenarbeit mit Multiinstrumentalist und Calexico-Mitglied Martin Wenk und Komponist Max Knoth schufen die Indie-Rocker 13 orchestrale Versionen ihrer Songs – von Klassikern (»Blonde On Blonde«) bis hin zu Songs der neuen Platte (»Rushing«) – und spielten diese live mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg ein. Die Arrangements sind dabei so wunderbar ausgefeilt und die Bläser und Streicher so geschickt eingesetzt, dass sie auf zauberhafte Weise den im Mittelpunkt stehenden Gesang umspielen. Daneben dominiert ein vordergründiges und gleichzeitig zurückhaltendes Schlagzeugspiel die Songs und treibt die Platte voran. Klares Highlight bleiben jedoch die formidablen Orchesterarrangements, die sich wunderschön in die Nada Surf-Stücke einpflegen, deren Charakter aufgreifen und sie dennoch neu interpretieren. »Peaceful Ghosts« reißt episch mit, verursacht Gänsehaut und wirkt einfach beeindruckend ästhetisch. Ein Ohrmuschel-Schmeichler von der ersten bis zur letzten Note.

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