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Som - Let The Light In

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Wertung der Originalkritik: 7/12

Verloren in verschleppter Schönheit – seit jeher verfolgen SOM eine eigenwillige Ästhetik: ätherische Melancholie, überrollt von Post-Metal-Wucht, umwoben von Will Benoits sanftem Gesang.

Sie selbst tauften ihren Stil treffend “Doom Pop”. “Let The Light In” führt dieses Konzept weiter, setzt aber stärker als zuvor auf kompakte Strukturen und klare Refrains – ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite stehen Stücke wie der Opener “Don’t Look Back”, das abschließende “The Light” sowie der Titelsong, die einen mit schleppender Eingängigkeit fangen, ohne dafür das Fundament aus dichten Gitarrenschichten und atmosphärischen Synthesizern aufzugeben.

“Chemicals” beweist, dass Spannung auch durch Reduktion entstehen kann. “Give Blood” verbindet Härte mit schimmernden Melodien. Doch zu oft verlieren sich die Songs in der eigenen verschleppten Schönheit: Vor allem “The Place That I Belong” , “ Nightmares” und “Under Streetlights” steigern sich in überlange Crescendos, die keinen echten Höhepunkt erreichen und so nie wirklich zu packen wissen.

Während SOM ihre Balance aus doomiger Schwere und poppiger Leichtigkeit auf dem Vorgänger “The Shape Of Everything” noch fest im Griff hatten, bleibt “Let The Light In” zu oft auf halbem Weg stecken. Das Album ist zutiefst atmosphärisch, oft betörend schön, aber viel zu selten fesselnd. Natürlich bleiben SOM eine faszinierende Band. Doch um zu strahlen, fehlen auf ihrem dritten Album die Glanzlichter.

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