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Toxic Shock - Future Is Calling

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Wertung der Originalkritik: 8/12

Es braucht nicht immer große Ideen oder Konzepte. Ein gezielter Punch reicht, wie Toxic Shock mit “Future Is Calling” zeigen.

Seit den frühen 2010ern im Underground unterwegs, bewegen sich die Belgier konsequent zwischen Thrash Metal und Hardcore. Ohne Gefrickel, ohne Retro-Posing. Der Opener “Into The Garden Of Grief” legt direkt stampfend, hektisch und mit ständigen Tempo- und Rhythmuswechseln los. Das ist fast zu viel Dynamik, aber genau das macht den Reiz aus. Richtig zündet die Platte aber bei h o hem Tempo: “1239” ist der erste Nackenbrecher, eingängig und thrashig, “Quick To Forget” fährt mit galoppierenden Drums noch unmittelbarer ins Ohr.

Ihre groovigere Seite zeigen Toxic Shock mit “Lifelong Sentence”: druckvoll, reduziert, voller Gangshouts. “Earth” setzt mit verzerrtem Greta Thunberg -Sample ein klares Statement, wirkt aber eher wie ein wütender Einschub. Danach rasen “HQ”, “Through The Poison” und “Procrastination-Frustration” vorbei, ohne sich festzusetzen. Erst “Creepy Reaper” bringt wieder frischen Druck und Variation zurück: Tempo-Exzesse wechseln sich mit moshigen Grooves ab, die Hook sitzt. Das in den rauen Bandsound überführte Gun Club -Cover “Sex Beat” sorgt abschließend für einen gelungenen Bruch.

Klanglich passt das Gesamtbild: roh und mit DIY-Patina, aber alle Instrumente greifen klar ineinander, der Gesang kratzt und treibt die Songs spürbar an. “Future Is Calling” ist kein Meilenstein, aber ein Album, das funktioniert. Kurz, direkt, effektiv.

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