Die Dänen verkommen mit ihrem neunten Album endgültig zur Selbstkopie.
Im Vorfeld von “God Of Angels Trust” versprechen Volbeat Regelbruch, spontane Energie und kreative Freiheit. Der Titel? Lässt sich abgekürzt als Goat, also „Ziege“, lesen – das Tier des Teufels, das auch auf dem Cover lauert. Oder eben als „Greatest Of All Time“. Aber davon könnten Volbeat mit “God Of Angels Trust” nicht weiter entfernt sein. Statt dem angepriesenen Aufbruch liefern sie abgenutzte Riffs, halbgare Songideen und jede Menge Selbstzitate. Das Schlimmste: Nicht mal die sonst so stadiontauglichen Hooks zünden.
Das albern betitelte “In The Barn Of The Goat Giving Birth To Satan’s Spawn In A Dying World Of Doom” beginnt als Sad Man’s Tongue-Klon, ohne auch nur ansatzweise dessen Wucht oder Eingängigkeit zu erreichen. “By A Monster’s Hand” spielt mit Metallica -Riffing sowie Rhythmus- und Tempowechseln, ist aber direkt nach seinem abrupten Ende wieder vergessen. “Acid Rain” deutet kurz Motörhead an, nur um dann als 08/15-Midtempo-Langweiler zu enden. “Demonic Depression”, “Better Be Fueled Than Tamed” und vor allem die Ballade “Lonely Fields” verpuffen zwischen dem bandtypischen Knödel-Pathos und kreativem Leerlauf.
Keine Frage, handwerklich ist das alles sauber, die Produktion hochwertig. Aber kein Song ist mitreißend, kein Refrain prägnant, kein Moment erinnerungswürdig. Volbeat verheddern sich im eigenen Baukasten, kopieren sich selbst – und das nicht einmal gut.




Diskussion
Kommentare sind noch nicht freigeschaltet.