Monsternaut stapeln Riffs, aber diesmal mit mehr Geschwindigkeit und Groove.
“Approaching Doom”, das dritte Album des finnischen Trios Monsternaut, sitzt näher an Heavy Metal und 90er-Groove-Metal als an endlosen psychedelischen Wüstentrips. “Cold” eröffnet die Platte fast thrashig und kippt im Refrain in einen brutalen, wippenden Groove. “Evicted” hält den Fuß auf dem Gaspedal und groovt rifflastig voran; schwere Gitarren und trockene Drums dominieren und greifen punktgenau ineinander.
“Drain” macht dann endgültig klar, wo Monsternaut 2026 stehen: weniger Nebel, mehr klassische Heavy-Metal-Licks, hinten raus fast rasend gespielt. Man denkt dabei eher an Prong – oder Pantera -Biss als an Kyuss -Rausch, ohne dass Monsternaut ihre Stoner-Wurzeln komplett kappen würden. Wenn es wie im Titelsong und später in “Heavy Monday” doch mal schleppend wird, blitzt kurz ihre Doom-Seite durch, bevor die Riffmaschine wieder anzieht.
Der Sound ist angenehm unpoliert: trocken, körnig, direkt, ohne digitale Kosmetik – hier soll’s knarzen, nicht glänzen. Zwei Haken bleiben: Der Gesang ist passend dreckig, aber nichts, was einen Song aufs nächste Level hebt. Und trotz der kompakten 37 Minuten ähneln sich die Song-Baupläne stark, das hält das Niveau stabil, verhindert aber auch echte Höhepunkte. Als druckvoll groovende Riff-Walze macht “Approaching Doom” aber vieles richtig und trifft genau die richtige Nische zwischen Stoner, Doom, Groove und Heavy Metal.

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